„…wenn der Funke der Musik wirklich zündet”
Gegründet im Jahr 1989 von Alfredo Bernardini und den Brüdern Paolo und Alberto Grazzi, ist das Ensemble Zefiro auf die Musik des 18. Jahrhunderts spezialisiert, in der Blasinstrumente im Vordergrund stehen. Um dem Repertoire gerecht zu werden, gibt es Zefiro in drei unterschiedlichen Formationen: als Kammermusikensemble, als klassisches Bläseroktett und bei größer besetzten Werken als ausgewachsenes Kammerorchester. Für ihre Einspielungen erhielten die Musiker:innen zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Grand Prix du Disque und den Diapason d’Or.
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Wie viel Wahnsinn steckt in uns? Mit »Follia« begibt sich Zefiro auf eine musikalische Entdeckungsreise zu den Abgründen und Eigenheiten der menschlichen Natur. Der Titel ist Programm: „Follia“ bedeutet im Italienischen „Wahnsinn“ und bezeichnet zugleich ein berühmtes musikalisches Motiv, das Generationen von Komponisten zu fantasievollen Variationen inspirierte.
Von Geminianis kunstvollem Spiel mit der Follia über Vivaldis rastlose L’Inquietudine bis zu Mozarts humorvollem Galimathias Musicum spannt sich ein Programm voller überraschender Wendungen. Werke von Zelenka, Telemann, Keiser und Fux erzählen von Unruhe und Melancholie, nächtlichen Fantasien und skurrilen Einfällen. Hier treffen brillante Virtuosität und kühne Klangexperimente auf barocken Witz – sogar ein musikalisches Schnarchen ist zu entdecken.
Zefiro lädt Sie ein, die Vernunft für einen Konzertabend hinter sich zu lassen. Verrückt, oder?
| Johann Joseph Fux (1660-1741) | Concerto „Le dolcezze e l’amarezze della notte” E 11 |
| Antonio Vivaldi (1678-1741) | Konzert für Violine D-Dur RV 234 „l’Inquietudine” |
| Gerog Philipp Telemann (1681-1767) | Konzert für Oboe c-Moll TWV 51:c1 |
| Jan Dismas Zelenka (1679-1745) | Hipocondrie à 7 Concertanti A-Dur ZWV 187 (Prag, 1723) |
| Reinhard Keiser (1674-1739) | Ouvertüre zur Oper „Der lächerliche Printz Jodelet” (Hamburg, 1726) |
| Francesco Geminiani (1687-1762) | Concerto Grosso d-Moll „La Folia” nach Arcangelo Corellis op. 5 Nr. 12 (London, 1727) |
| Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) | Ausschnitte aus Galimathias Musicum D-Dur KV 32 (Den Haag, 1766) |
Besetzung: 2 Oboen, Fagott, Streicher (4/4/2/2/1), Cembalo und Laute
Dauer: ca. 70 Minuten